Einfach Gin
Gib Deinem Leben einen Gin. Oder zwei.

Wenn WErbung nervt – 14.03.2021

Ja, ich weiß: Werbung muss sein, weil sie vieles finanziert. Zum Beispiel die Zeitschriften, für die ich arbeite. Zum Beispiel die Angebote, die wir freiwillig im Internet konsumieren. Youtube etwa zählt dazu, wenn wir uns Musikvideos oder andere Mitschnitte anschauen, Nachrichtenseiten, wenn wir kein Abo abschließen. Und wir müssen damit leben, wenn wir kostenfrei alles genießen wollen, dass wir die Werbung dafür auch in Kauf nehmen müssen. Was gut und richtig ist, denn leider haben sich Konsumenten zu sehr daran gewöhnt, alles kostenlos aus dem Netz zu ziehen, was für die Ersteller Arbeit bedeutet und manche ihren Lebensunterhalt damit verdienen (müssen).

Es gibt aber auch genau die Werbung, die einfach nur noch nervt: die Werbung aus der unheiligen Allianz der Online-Giganten. Die Erfahrung hat jeder auch schon mal gemacht, der in den Sozialen Medien unterwegs ist und schon mal ein Produkt bei Amazon gekauft hat. Egal, ob bei Amazon direkt oder bei einem der Unternehmen, die sich einen Marktplatz auf der Plattform des Internetgiganten gesichert haben. Kaum ist das Produkt bestellt, taucht Werbung genau für jenes Produkt auf all den Seiten auf, die du besuchst. Das passiert auf Google, wenn ein Begriff gesucht wird, auf Facebook, wenn man durch seine Nachrichten scrollt oder auf Shopping-Tour bei Amazon geht.

Das Problem: Die Werbung nervt deshalb, weil die beworbenden Teile just erstanden habe. Direkt danach neue Hinweise auf Angebote zu bekommen, ist überflüssig, weil man erst einmal versorgt ist. Und weil die Werbung als störend empfunden wird, dürfte sich kaum jemand das Produkt merken, um im nächsten Bedarfsfall nur dieses zu kaufen. Anstrengender wird das, wenn es sich um Gin handelt. Es liegt auf der Hand, dass ich den ein oder anderen Gin online bestelle, weil ich ihn zum Teil günstiger erwerben kann oder gar keine andere Chance habe, weil er in meiner Gegend nicht zu bekommen ist. Online-Shops mit einer Auswahl an Gins in vierstelliger Zahl sind dabei Paradies und Hölle zugleich, weil man zu viele interessante Sorten sichtet, während das Konto einen engen Rahmen setzt – und mal ehrlich: Ich kann nicht jeden Abend einen Gin trinken.

Diese Zwickmühle sehe ich bei den online zwischengeschalteten Werbemaßnahmen Gottseidank nicht. Ich habe eine kleine Liste, auf der die Sorten stehen, die ich mir demnächst zulegen möchte. Sie werden ordentlich bestellt und auch bezahlt, da habe ich schöne Shops als Favoriten festgelegt. Mir bleibt vor allem das nervige Weiterklicken, weil ich - wie oben ausgeführt - mit dem jeweiligen Produkt oder seinem Verwandten gut versorgt bin. Rund 90 Sorten stehen in meiner Bar; ein paar Top-Gins kaufe ich regelmäßig, nach, aber auch neue, mir noch unbekannte stehen auf der Liste. Denn auch hier soll die Anzahl der vorgestellten Gins langsam, aber stetig wachsen. In dem Sinne: Maßhalten und ... 

Eine ginvolle Woche!

 
 
 
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