Einfach Gin
Gib Deinem Leben einen Gin. Oder zwei.

Gin & mehr – 21.03.2021

Letzte Woche bin ich zufällig über Produkte gestolpert, die weit über Gin hinausgingen. Also nicht nur das Getränk, sondern auch Produkte, die mit dem Geschmack von Gin für sich werben oder in irgendeiner Form davon teilhaben wollten. In dem Fall handelte es sich um Gin-Mayonnaise. Die kannte ich noch nicht; bislang habe ich hierzulande Gin-Drops, Gin-Gummibärchen, Gin-Pralinen, Gin-Marmelade und andere Lebensmittelprodukte entdeckt, neben den üblichen Sprüchen, Brettchen etc. Rund sieben Euro verlangte der Hersteller dafür, und weil ich noch ein paar andere passende Gin-Produkte entdeckte, entschloss ich mich, diese zu ordern. Die Post machte aber einen Strich durch die Rechnung: Der Anbieter saß in Italien, die Waren im Wert von knapp 20 Euro sollten 35 Euro für den Versand kosten. Das war mir dann doch zuviel.

Und mich brachte es auf den Gedanken, wie viel muss es denn noch außerhalb des eigentlichen Produkts sein? Witzig fand ich zum Beispiel ein Gin-Quartett. Dort werden 32 Sorten vorgestellt und man kann es ordentlich als Quartett spielen, in dem man Daten wie Alkoholgehalt oder Anzahl der Botanicals vergleicht. Auch die vielen Sprüche als Banner, Aufkleber oder als Frühstücksbrettchen zaubern erst einmal ein Lächeln auf die Lippen, auch wenn sich dieser Effekt abnutzt. Bei Pralinen mit Gin bin ich schon draußen: Ich finde, außer zum Ablöschen von Saucen und in Risotto hat Alkohol nichts zu suchen. Mit Alkoholpralinen kann an mich jagen, das Grauen verkörpert für mich MonCherie und auch in Gin muss ich es nicht haben.

Bleibt die Frage, warum auch andere Lebensmittel nach Gin schmecken sollen. Bei den Gummibärchen (ich liebe Gummibärchen, stehe aber auf die klassische Variante des Herrn Riegel oder englisches Weingummi) ist die Ginnote interessant, auch wenn die Aromen nicht vom Getränk stammen. Bei Drops kann man auch Ähnlichkeiten konstatieren, aber auch da gilt: Nimm lieber das Original. Und ich glaube, das halte ich auch grundsätzlich bei allen anderen Sachen bei. Probieren werde ich solche Sachen natürlich, wenn sie in einem vernünftigen preislichen Rahmen sind. Die Mayonnaise war schon hart an der Grenze, kostet doch eine klassische Tube vom Discounter 50 Cent, Markenware auch schon mal zwei Euro. Aber mit dem Versand passten die Rahmenbedingungen nicht. Da bleibe ich doch lieber beim Original, dem echten Gin. In dem Sinne ... 

Eine ginvolle Woche!

 
 
 
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