Einfach Gin
Gib Deinem Leben einen Gin. Oder zwei.

Ruby of Rangoon London Dry Gin

Interessant, dachte ich, als ich die Flasche erstmals bei Lidl entdeckte und tippte auf eine preiswerte Version des bekannten Ophyr Gin. Ein asiatisch klingender Name, der Gin selbst, so sagt es die Selbstbeschreibung auf dem Zusatzetikett des Flaschenhalses, sei inspiriert von der früheren Hauptstadt Myanmars, als das Land noch Birma hieß und auch heute noch mit fünf Millionen Einwohnern größte Stadt des Landes ist. Also haben sich die Macher (die Pabst & Richarz Vertriebs GmbH aus Minden) asiatische Botanicals gegriffen und aus insgesamt 21 Botanicals diesen Gin destilliert. Zu den wichtigsten zählen daher – neben Wacholder – die asiatischen Koriander, Thaibasilikum und Pandan, auch Schraubenbaum oder Schraubenpalme genannt, die Steinfrüchte hervorbringt. Zudem ist noch Pfefferminz mit dabei.

Nach dem Öffnen steigt einem erst das Thai-Basilikum in die Nase, ehe der Wacholder gewinnt. Pur ist der Discounter-Gin  mild und hat ein überraschend rundes Geschmackserlebnis, ohne dass sich ein Botanical wirklich durchsetzt. Mal schmeckt man Koriander, mal das Basilikum, mal Wacholder. Mit einem Dry Tonic funktioniert er gar nicht, da hinterlässt er einen durchwachsenen Eindruck. Besser ist er mit einem klassischen Tonic. Wer einen echten Gin mit klarem Wacholder und Asia-Aromen erwartet, wird enttäuscht sein. Zumal er in schlechten Momenten dank Pfefferminz eher an eine Odol-Mundspülung erinnert, aber man kann sich auf ihn durchaus einlassen.

Alkoholgehalt: 40,0 %

Farbe: klar

Botanicals: Koriander, Pandan (Schraubenbaum), Pfefferminz, Thai Basilikum  (u.a.)

Flasche: 0,7 l, Preis 9.99 Euro

Website:  Ruby of Rangoon London Dry Gin (Link zum Hersteller/Vertrieb, die Pabst & Richardz Vertriebs GmbH)

Meine Wertung: 3/5

 
 
 
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