Einfach Gin
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Gin Gold 999,9

Rund um Gin gibt es so viele Marketing-Geschichten, auch der relativ neue Gin Gold 999,9 hat eine, die sich überall auf den Seiten einschlägiger Webshops zu diesem Gin findet - aber die ich nicht verifizieren sollte. Die Geschichte geht so, dass bei Ausgraben im Elsass eine angebliche Brennblase aus Gold gefunden wurde und die dann ein örtlicher Brenner kaufte, um darin Gin zu brennen. Klingt nicht so wahrscheinlich, auch wenn die Brennblase angeblich vom Regenburger Bischof  Albertus Magnus (1192 - 1290) zugeschrieben wird und archäologische Funde möglich macht. Eine Homepage des Gins gibt es genauso wenig, der Vertrieb soll über die Cosmopolitan Spirits S.L. aus Spanien laufen, der Gin selbst entsteht in der 1859 gegründeten, renommierten Destille von Paul Devoille, der aber über seine eigene Homepage auch nichts über diesen Gin verlauten lässt. Der Gin setzt auf Tonkabohne, Mandarinen, Mohn, Mandeln, Veilchen und rundet sie mit Ingwer, Koriander und Engelwurz ab.

Nach dem Öffnen der auffälligen, rein goldenen Flasche (man muss ja dem Namen gerecht werden, aber keine Sorge, es ist kein echtes Gold) steht der Wacholder im Raum, in dem sich sofort nussige und florale Aromen mit etwas Kräuter bemerkbar machen. Der erste Schluck pur vermittelt Wacholder, frische Südfrüchte mit etwas Schärfe durch den Ingwer und verabschiedet sich eindeutig mit Mandelaromen. Auch die Veilchen deuten sich kurz an, so dass der Gin ausgesprochen ausgewogen zwischen den Elementen wechselt. Ein Tonic packt die Zitrusfrische hinzu und erdrückt etwas die Aromenvielfalt, die mehr Richtung frische Früchte wandert. Ein sehr interessanter Gin!

Alkoholgehalt: 40,0 %

Farbe: klar

Botanicals: Engelswurz, Ingwer, Koriander, Mandarinen, Mandeln, Mohn, Tonkabohne, Veilchen  (u.a.)

Flasche: 0,7 l, Preis ab 29,95 Euro

Website: Gin Gold 999,9 (keine vorhanden)

Urteil: 4/5

 
 
 
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