Urgrossvater Gin
Bei diesem Namen muss der Gin eine Tradition haben - und was für eine: Denn der Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater erfand 1770 in Westfalen den klassischen deutschen Ur-Wacholder, den es noch immer gibt: Steinhäger. Das Rezept hat sich natürlich bis heute erhalten und bleibt Geheimnis der Familie. Aber sie verraten, dass in diesem Gin, der seit 1900 zu Ehren des Steinhäger-Erfinders Urgrossvater Gin heißt, 12 biozertifizierte Botanicals stecken, darunter Berggamander, Enzianwurzel, Grapefruit und Kardamom. Die in Hamburg-Winterhude ansässige Brennerei Elmendorf wird mittlerweile von der neunten Brennergeneration Kai und Judith Elmendorf geführt, die den Gin 2021 noch einmal in der Rezeptur modifiziert haben. Der Gin wird auf der Destille „Henriette“ gebrannt, benannt nach der Enkelin des „Steinhäger“-Erfinders.
Der Geruch ist klassisch: Wacholder, Zitrus und Alkohol steigen in die Nase. So kommt er auch auf die Zunge, mit einer eleganten zitrischen Bitternote, die den Wacholder umgarnt. Leichte Kräuter kommen noch hinzu, ehe er schön die Kehle runterrinnt. Ein Tonic bringt mehr Zitrus ins Spiel und mildert die Wacholderwucht ab. So geniesse ich gerne einen klassischen Gin-Tonic!
Alkoholgehalt: 42,0 %
Farbe: klar
Botanicals: Berggamander, Enzianwurzel, Grapefruit, Kardamom (u.a.)
Flasche: 0,5 l, Preis 44 Euro
Website: Urgrossvater Gin
Meine Wertung: 4/5
